Zum Stück
«Die Kindermörderin» von Heinrich L. Wagner
Die Tragödie Die Kindermörderin beschreibt, wie ein bürgerliches Mädchen durch Standesunterschiede und Intrigen des Adels zur Ermordung ihres unehelichen Kindes getrieben wird. Evchen Humbrecht, Tochter eines Strassburger Metzgers, wird zusammen mit ihrer Mutter von einem Lieutnant namens Gröningseck nach einem Ball in ein Bordell geführt. Dort verabreicht Gröningseck der Mutter einen Schlaftrunk, vergewaltigt die Tochter, verspricht ihr,
sie zu heiraten, und verlässt bald darauf Strassburg. Eine Intrige seines Freundes Hasenpoth verhindert die rechtzeitige Verwirklichung der Heiratspläne. Das Mädchen bringt das Kind zur Welt, tötet es aus Verzweiflung mit einer Nadel und wird am Ende, als die Intrige aufgedeckt wird und Gröningseck zurückkommt, als Kindermörderin verhaftet.