Zum Stück
D`Jasskassa von Eugène Labiche
Übersetzung: Heinz Stalder
Drei Bürger aus dem Provinzstädtchen Sältine, dazu die Schwester und die Tochter des einen, treffen sich regelmässig zum Kartenspiel; immer wenn dabei einer ein bestimmtes Blatt hat, wird die Einzahlung eines kleinen Betrages in ein Sparschwein fällig. Die Mitglieder der Runde beschliessen, dieses beiläufig ersparte Geld auf einem Ausflug nach Zürich gemeinsam durzubringen. In Zürich aber tappen die Provinzler von einem Unglück ins andere, schon beim ersten Essen werden sie übervorteilt, und ihre Naivität mehrt den Schaden. Die Reise geht übel aus. Die Welt der Kleinbürger geht zu Bruch. Ihre Ideale und kleinen Hoffnungen sind bloss noch Relikte aus einer vergangenen Zeit.
Die Bearbeitung von Heinz Stalder hebt am Schluss des Stücks die potentiellen Kräfte zu Kriminalität und Anarchie hervor, die in den rechtschaffenen Bürgern geweckt werden, wenn sie sich im Zustand der vollkommenen Mittellosigkeit befinden.