Zum Stück
«Frank der Fünfte» von Friedrich Dürrenmatt
In «Frank der Fünfte» wird eine krisenhafte Epoche aus der wechselvollen Geschichte einer Gangsterdynastie dargestellt. Ein Unternehmen, das sich als Privatbank tarnt, bedient sich handfester Methoden, von der harmlosen Betrügerei über krasse Gewalttätigkeit bis hin zum Mord.
Im Lauf der Zeit haben sich jedoch in der technisch so entwickelten Welt, die das handwerkliche Gaunern zu etwas Unrentablem, Romantischem werden lässt, grosse Schwierigkeiten angehäuft. Der Gangsterkönig beschliesst also, seine Bank zu liquidieren und sich mit seiner Frau zurückzuziehen, um den Rest des Lebens in Ruhe und Anstand zu verbringen. Dass diese Liquidation – wie alle Liquidationen dieser Art – wiederum mit erheblichen und nicht immer unblutigen Umständen verbunden ist, liegt auf der Hand. Es dürfte einleuchten, dass für dieses Stück Musik erforderlich ist, um die groteske Tragik und die bittere Komik der Handlung erquicklich zu mildern und um die Fabel des Stückes und seine Moral zugänglicher zu machen.