Zum Stück
«Peep Show» von Markus Köbeli
Da ist die Kleinbauerfamilie Holzer, deren Landwirtschaft sich nicht mehr rentiert. Die Eltern Martha und Hans führen eine ganz und gar schweigsame Ehe, die erwachsenen Kinder Anna und Hans junior wollen ins Tal. Um den Hof trotzdem halten zu können und die finanzielle Notlage der Familie aufzulösen, sollen sich den Touristen gegen Geld die Vorhänge öffnen: Einblick in die Stube der Holzers geben, in heimeliges, urtümliches, echtes Familienleben. Doch wirkt ihr Leben keineswegs so ursprünglich und gemütlich wie angenommen, auch wenn sie – wie in der guten alten Schweiz Brauch ist – den völlig apathischen Grossvater aus dem Rollstuhl heben und ihn auf die Ofenbank setzen.
Anmerkung zur Aufführung
Im April 1991 wurde die Bühne Mörel (damals «Regionale Laienbühne Mörel») mit dem Stück «Peep Show» unter der Regie von Marianne Heinen nach Österreich eingeladen und erhielt dort den «Förderpreis der Volkstheatertage 91 des Bundes Steyrischer Landjugend Graz» zugesprochen. 1992 konnte dasselbe Stück an den Schweizerischen Theatertagen in Aarau aufgeführt werden, wo diesselbe Theatergruppe einen weiteren Anerkennungspreis entgegennehmen konnte.