Marlies und ihr Bruder Hugo führen ihrem Onkel, dem alten Hofbauern Jakob die Wirtschaft – den Blick stets auf das zu erwartende Erbe gerichtet. Für dieses käme eigentlich die hübsche Enkelin Barbara in Frage, diese jedoch studiert Medizin. Alles ändert sich, als sie Louis, einen Studenten der Ökologie kennen und lieben lernt.
Die beiden finden sofort die Sympathie des Großvaters. Allerdings ist dieser durch eine dunkle Vorgeschichte an die lieben Verwandten gebunden. Diese bereiten nun alles vor, um den Hof zu übernehmen. Doch der alte Bauer erleidet einen Herzanfall, bevor das Testament geändert werden kann. Der pfiffige und meist unterschätzte Knecht Michel läßt sich dazu verleiten, sich dem Notar als Bauer auszugeben, und so diktiert er das Testament. Als der Bauer nun überraschenderweise doch wieder aufwacht, kommt es wie es kommen muß...
Am 17.05.1922 wird Karl Wittlinger als einziges Kind eines Kunsttischlers in Karlsruhe geboren. Nach seinem Abitur 1940 leistet er seinen Wehrdienst, wird in Afrika eingesetzt, erleidet Kriegsver- wundung und französische Gefangenschaft. 1946 beginnt er sein Studium der Germanistik und Anglistik in Freiburg i.Br. und arbeitet zum Broterwerb in verschiedenen Berufen (Heizer, Nachtwächter, Dolmetscher, Hauslehrer).
Erste unveröffentlichte schriftstellerische Arbeiten, u.a. fürs Theater, entstehen. 1949 wird er Leiter einer englischsprachigen Studentenbühne und heiratet. Von 1950–52 ist Karl Wittlinger Dramaturg und Regieassistent an den Städtischen Bühnen Freiburg. Er entschließt sich 1953, ausschließlich als freier Bühnenautor zu arbeiten. 1956 wird sein Stück «Kennen Sie die Milchstrasse?» an den Städtischen Bühnen Köln uraufgeführt. Das Stück wird ein großer Erfolg, im In- und Ausland vielfach nachgespielt und mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 1962 wird sein Fernsehspiel «Seelenwanderung» erstmals vom WDR gesendet und als bestes TV-Spiel des Jahres mit dem Prix Italia und dem Internationalen Preis von Monte Carlo ausgezeichnet.
1968 wird Wittlinger Künstlerischer Beirat des Stadttheaters Konstanz. 1970 zieht er nach Berlin. In den folgenden Jahren entstehen fast ausschließlich Arbeiten fürs Fernsehen, u.a. Fernsehspiele für ZDF und SFB, z.B. «Ein Mann will nach oben» nach Hans Falladas Roman. 1982 übersiedelt er nach Horben bei Freiburg im Breisgau. Am 22.11.1994 stirbt Karl Wittlinger in Lippertsreute.
Jakob, Elmar Heinen
Marlies, Jennifer Heinen
Hugo, Martin Imhof
Barbara, Stefanie Ammann
Louis, Patrick Venetz
Michel, Markus Berchtold
Notar, Fidelis Sonnendrücker
Heinz Salzmann, Manuela Berchtold, Petra Schoepfer